Warmwasser behalten – Raumheizung abschalten
Wenn im Sommer keine Raumheizung mehr benötigt wird, kann die Hausübergabestation auf „nur Warmwasser“ gestellt werden. Wichtig ist dabei die richtige Stellung des Drehrads:
Das Sonnensymbol bedeutet nicht Sommerbetrieb.
Für den Sommer ist das Symbol mit dem Wasserhahn vorgesehen.
☀️ Sonnensymbol
Dauernder normaler Heizbetrieb
In dieser Stellung bleibt die Raumheizung grundsätzlich freigegeben. Die Heizkreispumpen können daher auch im Sommer laufen – zum Beispiel nach einer einzelnen kühlen Nacht.
Das Sonnensymbol steht also nicht für Sommer, sondern für normalen Heizbetrieb ohne zeitliche Absenkung.
🚰 Wasserhahn
Nur Warmwasser – der richtige Sommerbetrieb
In dieser Stellung werden die Heizkreise abgeschaltet. Die Warmwasserbereitung bleibt weiterhin in Betrieb.
Je nach Anlage wird dabei entweder ein Warmwasserboiler geladen oder ein Pufferspeicher für die Frischwasserstation bereitgehalten.
🕒 Automatik
Heizen nach Zeitprogramm und Außentemperatur
In der Automatikstellung arbeitet die Heizung entsprechend den eingestellten Heizzeiten. Bei Anlagen mit funktionierendem Außentemperaturfühler kann zusätzlich eine automatische Sommerabschaltung aktiv sein.
So stellen Sie Ihre Heizung auf Sommerbetrieb
- Gehen Sie zum Bedienteil Ihrer Hausübergabestation.
- Suchen Sie das Drehrad für die Betriebsart.
- Drehen Sie das Drehrad auf das Symbol mit dem Wasserhahn.
- Prüfen Sie nach einiger Zeit, ob die Heizkörper beziehungsweise Heizungsleitungen abkühlen.
- Kontrollieren Sie, ob weiterhin warmes Wasser zur Verfügung steht.
Ein kurzer Nachlauf der Heizkreispumpen unmittelbar nach dem Umschalten kann normal sein.

Das Drehrad der Hausübergabestation steht auf dem Wasserhahn-Symbol für reinen Warmwasserbetrieb.
Was bewirkt die Wasserhahnstellung?
Im reinen Warmwasserbetrieb werden normalerweise:
- die Heizkreispumpen abgeschaltet,
- die Heizungsmischer geschlossen,
- die Heizkreise nicht mehr mit Wärme versorgt,
- unnötige Wärmeabgabe im Gebäude vermieden.
Weiterhin aktiv bleiben:
- die Warmwasserbereitung,
- die Boilerladung,
- die Ladung eines Pufferspeichers für eine Frischwasserstation,
- notwendige Schutz- und Sicherheitsfunktionen,
- ein eventuell eingerichtetes Legionellenprogramm.
Die Hausübergabestation darf dafür nicht ausgeschaltet oder vom Stromnetz getrennt werden.
Automatische Sommerabschaltung
Bei Hausübergabestationen mit einem funktionierenden Außentemperaturfühler kann die Raumheizung auch automatisch abgeschaltet werden.
Dabei wird nicht nur die momentane Außentemperatur betrachtet. Stattdessen kann die Station die Außentemperatur über einen längeren Zeitraum mitteln.
Bei entsprechend eingestellten Anlagen gilt:
Liegt die mittlere Außentemperatur der vergangenen 48 Stunden über 19 °C, werden die Heizkreise automatisch abgeschaltet.
Sinkt der 48-Stunden-Mittelwert wieder unter die eingestellte Grenze, wird die Heizung erneut freigegeben.
Diese verzögerte Reaktion hat einen wichtigen Vorteil: Eine einzelne kühle Sommernacht schaltet die Heizung nicht sofort wieder ein.
Die automatische Abschaltung funktioniert allerdings nur, wenn:
- ein Außentemperaturfühler vorhanden ist,
- dieser plausible Werte liefert,
- die Funktion an der Station entsprechend eingestellt wurde,
- keine externe Sondersteuerung die Heizkreise übernimmt.
Die Warmwasserbereitung bleibt auch bei der automatischen Heizkreisabschaltung erhalten.
Was ist besser: Wasserhahn oder Automatik?
Wasserhahn-stellung verwenden, wenn …
- während des Sommers sicher keine Raumheizung benötigt wird,
- nur noch Warmwasser bereitgestellt werden soll,
- die automatische Sommerabschaltung nicht vorhanden oder nicht zuverlässig ist.
Automatik verwenden, wenn …
- während der Übergangszeit noch gelegentlich geheizt werden soll,
- die Station über einen funktionierenden Außentemperaturfühler verfügt,
- die automatische Abschaltung entsprechend eingerichtet wurde.
Sonnensymbol nur verwenden, wenn …
- ausdrücklich dauernder normaler Heizbetrieb gewünscht ist.
Das Sonnensymbol ist für gewöhnlich nicht die richtige Sommerstellung.
Warum lohnt sich die richtige Einstellung?
Eine korrekt eingestellte Sommerbetriebsart kann:
- unnötigen Stromverbrauch der Heizkreispumpen vermeiden,
- ungewollte Wärme im Gebäude verhindern,
- die Entladung des Pufferspeichers reduzieren,
- Pumpen und Mischer schonen,
- unnötigen Wasserumlauf im Nahwärmenetz vermeiden,
- zu einem niedrigeren Wärmeverbrauch beitragen.
Wie groß die Einsparung ausfällt, hängt von Gebäude, Station und Nutzungsverhalten ab.
Bitte nicht selbst verändern
Über das Drehrad kann die vorgesehene Betriebsart ausgewählt werden. Die technischen Serviceparameter der Station sollten dagegen nicht selbst verändert werden.
Bitte verändern Sie insbesondere nicht:
- Warmwasser-Solltemperaturen,
- Speicherladetemperaturen,
- Heizkurven und Hysteresen,
- Pumpen- oder Mischereinstellungen,
- Legionellenprogramme,
- Einstellungen im Service- oder Wartungsbereich.
Die Hausübergabestation sollte außerdem nicht vollständig stromlos geschaltet werden.
Habe ich im Sommerbetrieb weiterhin warmes Wasser?
Ja. Das Wasserhahn-Symbol schaltet die Raumheizung ab, nicht die Warmwasserbereitung.
Warum bedeutet die Sonne nicht Sommerbetrieb?
Das Sonnensymbol steht in der Heizungsregelung für dauernden normalen Heizbetrieb beziehungsweise Komfortbetrieb. Es bezieht sich nicht auf die Jahreszeit.
Warum läuft eine Pumpe nach dem Umschalten noch kurz weiter?
Ein kurzer Pumpennachlauf kann normal sein. Läuft eine Heizkreispumpe allerdings dauerhaft weiter, sollte die Einstellung beziehungsweise Station geprüft werden.
Was passiert bei einem Kälteeinbruch?
In der Wasserhahnstellung bleibt die Raumheizung ausgeschaltet. Wenn wieder geheizt werden soll, muss das Drehrad auf Automatik gestellt werden.
Bei einer aktiven automatischen Sommerabschaltung wird die Heizung wieder freigegeben, sobald der längerfristige Außentemperaturmittelwert die eingestellte Grenze unterschreitet.
Funktioniert die automatische Abschaltung bei jeder Station?
Nein. Dafür sind ein funktionierender Außentemperaturfühler und eine entsprechende Konfiguration erforderlich. Manche Anlagen besitzen eine externe Steuerung oder eine besondere hydraulische Einbindung.
Was mache ich, wenn die Heizkörper trotz Wasserhahnstellung warm bleiben?
Warten Sie zunächst einen möglichen Pumpennachlauf ab. Bleiben Heizkörper oder Heizungsleitungen anschließend dauerhaft warm, melden Sie sich bitte bei der Nahwärmenetz Bieswang eG.
Was mache ich, wenn kein warmes Wasser mehr vorhanden ist?
Prüfen Sie zunächst, ob das Drehrad tatsächlich auf dem Wasserhahn und nicht auf „Aus/Frostschutz“ steht. Bleibt das Wasser kalt, wenden Sie sich bitte an die Nahwärmenetz Bieswang eG.

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